Hypoallergenes Hundefutter bei Hundefutterallergie

3 Antworten Ein Beitrag von Daniel

Ähnlich wie beim Menschen leiden auch Hunde immer mehr an den unterschiedlichsten Unverträglichkeiten gegen ihr Futter. Symptome wie Juckreiz, schuppige Haut, Haarausfall und sonstige Hauterkrankungen oder auch Magen-Darm-Probleme wie ständiger Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust können auch auf eine Futtermittelallergie hinweisen. Diese kann insbesondere auftreten, wenn dein Vierbeiner eine erbliche Belastung aufgrund seiner Rasse aufweist, wie es nach Beobachtung von Tierärzten beim Labrador, Golden Retriever, Deutschem Schäferhund und dem West Highland-Terrier scheint. Eine Infektion oder ein Parasitenbefall kann ebenfalls eine Unverträglichkeitsreaktion nach sich ziehen. Eine falsche Fütterung oder Hundefutter mit einem hohen Anteil billiger Füllstoffe kann bei deinem Tier schaden und Allergien auslösen. Um eine andere Erkrankung auszuschließen, solltest du mit deinen Liebling zum Tierarzt gehen. Lautet die Diagnose dann Hundefutterunverträglichkeit, kann hypoallergenes Futter helfen.

Wann braucht mein Hund hypoallergenes Futter?

Eine Allergie ist nicht heilbar und begleitet die Tiere meist sein ganzes Leben lang. Das Immunsystem reagiert auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile und bekämpft die vermeintliche Bedrohung durch diese Allergene. Diese Abwehrreaktion führt dann zu Symptomen wie Juckreiz, Durchfall und vielem mehr. Es gilt also, diese Symptome so weit zu lindern und Abhilfe zu schaffen, dass er nicht mehr darunter leidet und so die Lebensqualität des geplagten Vierbeiners wiederherzustellen. Können die Auslöser der Allergie vermieden werden, zeigt er keine Symptome mehr. Natürlich kann ein Hund, der unter Futtermittelallergie leidet, nicht einfach aufs Fressen verzichten. Das muss er auch nicht. Es genügt deinen Schützling auf eine Diät zu setzen, d. h. die allergieauslösenden Bestandteile in seiner Nahrung, die Allergene, zu vermeiden. Das kann mit einer Umstellung auf hypoallergenes Hundefutter gelingen.

Was ist hypoallergenes Hundefutter?

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Leider ist nicht einfach festzustellen, auf welche Allergene dein vierbeiniger Freund reagiert und Symptome entwickelt. Statistisch erwiesen sind Eiweiße und Eiweißverbindungen aus Rindfleisch, Eiern und Milchprodukten gefolgt von den Fleischsorten Huhn und Lamm die häufigsten Verursacher von Hundefutterunverträglichkeiten. Grundsätzlich kann jede andere Proteinquelle, Farb- oder Konservierungsstoff, aber auch Getreidesorten oder Gemüse für einen empfindlichen Hundemagen unverträglich sein. Damit beginnt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Aussagekraft von Bluttests und Hautuntersuchungen auf Allergene ist bei Tierärzten bisher noch umstritten. Also wird dein Haustier über acht Wochen nur noch aus einer Protein- und einer Kohlehydratquelle gefüttert, beispielsweise Schaf mit Reis. Geeignet sind auch Pferd, weißer Fisch, Wild, Ente, Ziege, Kaninchen, Soja/Tofu, Känguru und Strauß. Bei Fertigfutter muss darauf geachtet werden, ob die Dose „Schaf mit Reis“ auch wirklich ausschließlich Schaf enthält oder auch Anteile von Geflügel, Pferd oder Rind. Leckerlis und Ausnahmen wie das Mitfressen beim Hundekollegen können das Ergebnis mehrerer Wochen Disziplin leicht verfälschen. Verringern sich die Symptome, wird die Tiernahrung um ein neues Protein erweitert. Treten innerhalb einer Woche neue Symptome auf, ist diese Proteinquelle als Allergen erkannt. Um die Suche nach dem auslösenden Allergen abzukürzen, kannst du ein hypoallergenes Hundefutter auf den Speiseplan setzen. Das enthält nur wenige oder gar keine Stoffe, die bekannt dafür sind, Allergien auszulösen. Sämtliche Bestandteile sind auf der Packung detailliert aufgelistet. Zumeist werden Fleischsorten exotischer Tierarten verwendet. Die wenigsten Hunde hatten in ihrem Leben Kontakte zu Springbock, Känguru oder Wasserbüffel, sodass die Chance, dass deine Fellnase gegen dieses Fleisch Allergien entwickeln konnte, gering ist. Als Zugabe gibt es nur eine Sorte Gemüse, um die Wirkung von Verbindungen auszuschließen und hochwertige Öle mit mehrfach ungesättigten und damit leicht verdaulichen Fettsäuren. Verzichtet wird meist auf Weizen. Es gibt auch komplett getreidefreie Sorten. Die Symptome können in einigen Tagen oder Wochen verschwinden.

Wo kann ich es kaufen?

Der Fachhandel bietet ein breites Sortiment hypoallergener Nahrung an. Bevor du dich entscheidest und größere Mengen bestellst, kann ein Gespräch mit deinem Tierarzt hilfreich sein, der meist über spezielles Futter verfügt. So vertreibt beispielsweise Royal Canin eine spezielle Sorte auf Basis von Entenfleisch und Tapiokawurzel mit Soja-Hydrolysat, bei dem Proteine mit Enzymen aufgespalten und damit verträglich werden. In Deutschland ist das Produkt ausschließlich über Tierarztpraxen erhältlich. Vet Concept bietet eine ganze Palette hypoallergenes Futter und Nahrungsergänzungsmittel an, verlangt beim Kauf bestimmter Sorten aber ein tierärztliches Rezept.

Gibt es Alternativen

bei-welpen-vitamine-zu-fütternFisch ist ebenso wie Schweinefleisch als Allergieauslöser eher unbekannt, allerdings nicht ausgeschlossen und kann darüber hinaus auch nur einzelne Sorten Fisch betreffen. Es kann sein, dass deine Fellnase Lachs verträgt, bei Kabeljau aber Probleme hat. Einem Versuch mit Fisch als Proteinlieferant steht damit nichts im Wege, insbesondere wenn dein Vierbeiner bisher nicht mit Fisch ernährt wurde. Futter mit Fisch wird im Fachhandel sowohl als Nass- als auch als Trockenfutter angeboten. Da viele Tiere Hypersensibilität auf unverträgliche Stoffe entwickeln, wenn sie ihnen längere Zeit zugeführt wurden, kann auch der Speiseplan mit heimischem Wild statt Exoten einen Versuch wert sein. Wurde der Hund bisher hauptsächlich mit billigen Produkten ernährt, diese oft mit undefinierbaren tierischen Nebenerzeugnissen gestreckt sind, kann ein hochwertiger Hirsch mit Kartoffeln für den gestressten Hundekörper eine willkommene Auszeit bedeuten. Eine allgemein gültige Bewertung von hypoallergenem Futter kann es nicht geben. Du musst das richtige Hundefutter finden, das zu deinem Schützling und seinen Bedürfnissen passt. Für Besitzer, die nach BARF füttern, also mit rohem Fleisch, Knochen, Früchten aber ohne Getreide, entfallen Getreide und Zusatzstoffe aus Fertigfutter als potenzielle Allergieauslöser. Hier kennst du die Zutaten genau und kannst daher eine Ausschlussdiät gut steuern. Ebenso können auch Nicht-Barfer ihr Futter selbst herstellen und damit die Kontrolle über die Inhaltsstoffe und deren Herkunft behalten. Kocht man eine größere Ration Futter und friert sie in Tagesportionen ein, hält sich der damit verbundene Mehraufwand in machbaren Grenzen. Viele Metzger halten Schlachtabfälle und Innereien, geschnitten oder auch schon vorgekocht, vorrätig. Wichtig ist, auf eine ausgewogene Zusammensetzung zwischen Proteinen, Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Fetten zu achten. Bei Welpen sollten zusätzlich Mineralstoffe und Vitamine zu gefüttert werden, auf die bei ausgewachsenen Tieren im Rahmen einer kurzfristigen Futtermittelausschlussdiät verzichtet werden kann. Die Tiernahrung sollte immer lauwarm bis kalt serviert werden, ansonsten können Magen- und Darmprobleme entstehen.

3 Kommentare

  1. Stefanie Wüst

    Hab leider die eierlegende Wollmilchsau noch nicht gefunden! Mein Jack-Russell-Terrier leidet an Allergie! Gegen alle Milben! Hausstaub, Futtermilben, Grasmilben, gegen Flohbisse und Pollen! Das einzigste was das ganze etwas bessert ist die Kräutermischung von Grau. Hokamix 30

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