Hundekekse selber backen

2 Antworten Ein Beitrag von Daniel

Zur guten Erziehung eines Hundes zählen auch korrekte Ernährung und gute „Tischmanieren“. Viele Hunde fressen gern pausenlos, überall und so viel sie kriegen können. Mit dem Ergebnis, dass sie immer schwerfälliger werden und mit der Zeit Diabetes, Nieren oder Herz-Krankheiten kriegen. Um festzustellen, ob dein Hund zu dick ist, kannst du mit der Hand über seine Flanke streichen: Wenn du die Rippen unter dem Fell kaum spüren kannst, ist es höchste Zeit, seine Mahlzeiten besser zu dosieren.

Den vierbeinigen Freund richtig füttern

Schon deinem Welpen solltest du als Hundebesitzer daher klar machen, dass auch die Mahlzeiten bestimmten Regeln unterliegen und dass Esstisch und Umgebung für ihn kategorisch Tabu sind.
Wenn du nicht willst, dass dein Hund am Tisch bettelt, musst du ihm das aber nicht nur verbieten, sondern das Verbot auch konsequent einhalten. Es darf also nicht passieren, dass Gäste oder andere Familienmitglieder deinen Hund „ausnahmsweise“ mal mit Tischresten füttern. Ansonsten wirst du ihm das Betteln nicht mehr so leicht ausreden können. Bei der Fütterung muss außerdem darauf geachtet werden, dass der Hund nur die seinem Gewicht entsprechende Menge an Futter erhält und dass die Mahlzeiten regelmäßig und ohne Stress ablaufen. Für gewöhnlich füttert man einen Hund zweimal am Tag (z.B. nach dem Morgen- und Abendspaziergang), aber bei manchen Hunden reicht auch eine Mahlzeit täglich. Allerdings gibt es auch Hunderassen mit einem extrem sensiblen Magen: Hier stellt wiederum eine Fütterung drei oder viermal am Tag die optimale Lösung dar, um Verdauungsstörungen zu verhindern.
Dein Hund sollte zudem über einen festen Futterplatz verfügen. Während der Zubereitung der Mahlzeit ist es besser, dass du deinen vierbeinigen Freund aus dem Zimmer schickst. Du wirst so vermeiden, dass er dir freudig zwischen den Beinen herumläuft oder andauernd bettelt. Dein Hund darf sich erst dem Futternapf nähern, nachdem du den Futternapf auf den Boden gestellt und das erwartete Kommando gegeben hast. Wichtig ist es natürlich auch, die zum Gewicht passende Futtermenge einzuhalten. Hierzu kannst du einen transparenten Futterbecher benutzen. Bei stark übergewichtigen Hunden ist es bei der Anwendung von Trockenfutter ratsam, die auf der Packung angegebene Menge ein bisschen zu reduzieren oder speziell kalorienreduzierte Futtersorten zu verwenden. Außerdem sollte die Ernährung natürlich abwechslungsreich sein.

Nicht nur Menschen brauchen eine ausgewogene Ernährung

Hundenapf Hundekekse selber backen

Genauso wie der Mensch, ist auch dein vierbeiniger Freund auf ausgewogene Ernährung angewiesen. Zudem besitzen Hunde eigentlich einen sehr raffinierten Gaumen, denn sie können sowohl bittere und süße als auch saure und salzige Geschmacksnoten unterscheiden. Zum Füttern kannst du entweder Trocken- oder Nassfutter verwenden. Die Hauptsache ist, dass die täglichen Mahlzeiten die notwendigen Anteile an Kohlenhydraten, Proteinen, Vitaminen und Mineralien enthalten.
Du kannst die Mahlzeiten für deinen Hund auch selbst zubereiten. Sprich dafür im Vorfelt mit einem Tierarzt der sich auf Tierernährung spezialisiert hat. Er kann dir speziell für deinen Hund ein Rezept mit den notwendigen Futterbestandteilen erstellen.
Damit weißt du dann genau welche Zutaten im Futter enthalten sind und du kannst das Futter bei Bedarf geschmacklich anpassen. Wenn du Hundefutter selber backen oder kochen möchtest, darfst du allerdings nicht vergessen, dass dein Hund einige für den Menschen ungefährliche Nahrungsmittel nicht verträgt. Hierzu zählen u.a. Schokolade (das enthaltene Theobromin kann sich für den Hund als giftig erweisen), Lauch, Zwiebel und Knoblauch. Fleisch, Fisch und Eier solltest du immer kochen. Bei Rohfütterung besteht die Gefahr, dass sich dein Liebling mit Parasiten und anderen Krankheitserregern infiziert.

Hundekekse, so wird’s gemacht

Es gibt eine große Anzahl an einfachen Rezepten für Hundefutter. Zu den beliebtesten Leckereien gehören mit Sicherheit Kekse. Hundekekse kannst du selber backen, sie sind gesund und du kannst sie sorglos dazu verwenden, deinen braven Vierbeiner für sein gutes Benehmen zu belohnen. Und die Zubereitung geht ganz schnell und einfach. Eins solltet ihr allerdings noch beachten. Selbstgemachte Hundekekse sind gewöhnlich nicht mehr als 14 Tage haltbar, da sie ohne Konservierungsstoffe zubereitet werden.

Für deinen Hund Kekse backen

Hundekekse zum selber backen – einfache Rezepte für euch!

Grundrezept Hunde-Cookies

Zutaten (für ca. 100 Kekse)

  • 2 Eier
  • 1,5 Kg Weizenmehl
  • 150 g Margarine, lauwarm
  • 250 g Magermilchpulver
  • 350 ml Wasser

Zubereitung

Die Magermilch im Wasser auflösen und die Eier dazugeben. In einer anderen Schüssel die Margarine schaumig rühren, das gesiebte Mehl und schließlich die Magermilch-Creme hinzugeben und alles gut vermischen. Mit den Plätzchenförmchen relativ große Motive ausstechen. Dann das Backblech mit Backpapier belegen und die Kekse bei vorgeheiztem Ofen für ca. 50 Minuten bei 160° C backen. Lass die Kekse eine Zeit lang abkühlen, bevor du sie dem Hund zum Probieren gibst.

Besonders schmackhaft sind auch die leicht anzufertigenden Leberwurstkekse.

Leckere Leberwurstkekse

Zutaten

  • 250 g Leberwurst
  • 1 kg Weizenmehl
  • 2 Eier
  • etwas Wasser

Zubereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel gut verrühren. Den Teig mit den Händen solange kneten, bis er glatt ist. Dann den Teig zu einer Rolle formen. Die erhaltene Teigrolle mit einem Messer in kleine Scheiben schneiden. Das Backblech mit Backpapier belegen und die Kekse bei vorgeheiztem Ofen für ca. 1,5 Stunde bei 180° C backen. Kekse vorher gut abkühlen lassen, bevor du sie dem Hund zum Naschen gibst.

Fleischkekse

Zutaten

  • 200 g Rinder-, Pferde- oder Lammhack
  • 400 g dunkles Mehl
  • 100 g Haferflocken
  • 2 Eier
  • 120 ml biologische Fleischbrühe

Zubereitung

Alle Zutaten werden miteinander vermischt und einen Zentimeter dick ausgerollt. Danach kannst du mit Förmchen Kekse ausstechen und diese bei 180 Grad etwa 45 Minuten lang backen.

Eine Alternative zu Fleisch ist Fisch.

Fischkekse

Zutaten

  • 100 g gekochten, pürierten Fisch
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 EL Öl

Zubereitung

Alle Zutaten werden miteinander gut vermengt und aus der entstehenden Masse kleine Kugeln geformt. Diese kommen nun bei 170 Grad in den Backofen und müssen dort etwa 20-30 Minuten garen. Um sie auszuhärten, werden sie bei leicht geöffneter Backofentür und niedriger Temperatur im Anschluss noch einige Minuten getrocknet.

Und eine weitere vegetarische Alternative.

Bananen-Chips

Zutaten

  • 2 sehr reife Bananen mittlerer Größe
  • 150 g Weizengrieß
  • 1 EL Honig

Zubereitung

Der Teig geht ganz einfach: Du zerdrückst die Bananen und vermischst sie mit dem Grieß und dem Honig. Daraus entsteht eine Teigmasse, die du etwa einen Zentimeter dick ausrollst und daraus Formen ausstichst oder den Teig einfach in kleine Vierecke schneidest. Nun werden die Kekse bei 180 Grad etwa 20 Minuten im Ofen gebacken.

Dein vierbeiniger Freund wird sich riesig über die leckere Belohnung freuen! Viel Spaß beim Backen.

2 Kommentare

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  3. Elke König

    Hallo Herr Medding,
    ich interessiere mich speziell für die Ernährung von Hunden, die Diabetis haben. Konnte leider keinen Eintrag von Ihnen dazu finden.Besonders liegt mir am Herzen, den/ die Hunde mit Keksen zu belohnen, die sie auf Grund der Erkrankung auch dürfen.
    Gruß
    Elke König

  4. Elke König

    Hallo Herr Medding,
    haben sie auch Rezepte für Hunde mit Diabetes? Das wäre toll! Besonders finde ich Kekse für diese Hunde interessant/ Belohnung für ein gutes arbeiten.
    Gruß
    Elke König

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