Hundepflege


Wissenswertes über Hundefrisöre und Hundemassagen

Die richtige Hundepflege ist breit gefächert und rassespezifisch unterschiedlich. Es gibt einige grundlegende Tipps, die für jeden Hund gelten und die wir hier gerne vorstellen möchten.
Damit es dir und deinem Schützling so richtig gut geht, ist die richtige Pflege das A und O. Von der Fellpflege bis zum Schneiden der Krallen, gibt es einiges zu berücksichtigen.

Krallenpflege

Läuft dein Hund nicht so häufig über harten Untergrund, so können sich die Krallen nicht auf natürlich Weise abnutzen. Sie wachsen wie dein Fingernagel und werden länger und länger. Damit es hier zu keinen Problemen und Verwachsungen oder sogar Verletzungen kommt, solltest du die Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf selber kürzen oder kürzen lassen. Zu lange Krallen können abreißen, was sehr schmerzhaft für dein Haustier sein kann. Müssen die Krallen gekürzt werden, so kannst du das mit einer entsprechenden Krallenzange auch eigenständig machen. Beachte dabei aber, dass die Krallen zur Pfote hin durchblutet sind. Schneide die Krallen daher in keinem Fall zu kurz ab, da es nicht nur blutet, sondern ziemlich wehtun kann. Bei hellen Krallen kannst du das Blutgefäß meist gut erkennen. Durch die Reaktionen deines Schützlings merkst du sehr gut, ab wann ihm das Schneiden der Krallen unangenehm wird. Wenn Du noch keine Erfahrungen beim Schneiden der Krallen hast, lass es dir am besten von deinem Haustierarzt einmal zeigen. Natürlich kann der Tierarzt diese Aufgabe übernehmen, wenn du dir das Schneiden der Krallen grundsätzlich nicht zutrauen solltest.

Ohrpflege

Die Ohrpflege bei deiner Fellnase ist äußerst wichtig. Denn nur mit sauberen und nicht entzündeten Ohren geht es deinem Liebling gut und er hat Spaß am Leben. Du solltest einmal die Woche die Ohren überprüfen und wenn notwendig mit lauwarmen Wasser vorsichtig ausspülen. Dafür kannst Du eine großvolumige Spritze ohne Kanüle hernehmen und vorsichtig ohne Druck das Wasser in das Ohr einbringen. Wichtig!! Du solltest kein kaltes Wasser hernehmen, denn das Ohr ist sehr empfindlich und gleichzeitig das Gleichgewichtsorgan. Es kann sein, dass dein Hund bei kalten Wasser die Kontrolle über sein Gleichgewicht verliert. Bei lauwarmen, handwarmen Wasser gibt es aber keine Probleme.
Nach der Eingabe massiere vorsichtige den Ohrgrund. Es schnalzt und knirscht dann ein bisschen, was für deinen Vierbeiner mehr oder weniger angenehm ist. Nach dem massieren wird er sich ordentlich schütteln und den gelösten Ohrenschmalz und Dreck hinausschleudern. Daher unser Tipp, dies unbedingt außerhalb der Wohnung zu machen, damit der Dreck nicht in der ganzen Wohnung verteilt ist. Beim Tierarzt erhältst du zudem spezielle Pflegemittel, die Parasiten und Entzündungen vorbeugen. Dieses spezielle Pflegemittel solltest du mindestens einmal im Monat auf ähnliche Art und Weise verwenden. Auch hier gibt dir dein Tierarzt bei Fragen ausreichend Informationen.

Fellpflege

Du solltest das Fell regelmäßig durchkämmen. Denn so verhinderst du, dass sich Dreck und damit unerwünschte Parasiten einnisten. Ungepflegtes und dreckiges Fell kann zudem zu Hautreizungen und sogar zu Entzündungen führen. Nach jedem Spaziergang solltest du deinen vierbeinigen Freund auf Zecken und andere Parasiten untersuchen.
Du kannst auch vorbeugend entgegenwirken. Vom Zeckenhalsband bis zum SpotOn Präparat gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Für die richtige Wahl gehe zu deinem Tierarzt, er wird dich entsprechend beraten.

Nasse Fellpflege

Viele Herrchen und Frauchen duschen ihre besten Freunde regelmäßig. Solange dies mit reinem Wasser geschieht, spricht grundsätzlich nichts dagegen. Allerdings wird oft herkömmliches Duschgel verwendet, damit das Fell wieder angenehm riecht. Davon solltest du allerdings Abstand nehmen, denn das Duschgel entfernt die schützende Talgschicht, die eine natürliche Schutzbarriere darstellt und vor Parasiten und anderen Hautirritationen bewahrt. Gleichzeitig wärmt die Talgschicht im Winter. Es gibt rückfettendes Hundeduschgel. Der Nutzen ist zwar umstritten, es sollte aber das Mittel der Wahl sein, wenn dein Liebling so dreckig ist, dass es ohne Duschgel augenscheinlich nicht mehr geht. Hast du dieses spezielle Duschgel nicht zur Hand und ist deine Fellnase nicht extrem verdreckt, dann raten wir dir, deinen Vierbeiner nur mit klarem Wasser abzuspülen. Sobald sein Fell getrocknet ist, bürste es nochmal gut durch. Das ist völlig ausreichend.

Der Frisör für Hunde

Hundefrisöre sind meist Spezialisten in Sachen Fellpflege. Sie kennen in der Regel alle Facetten der professionellen Fellpflege und werden euch beide bestens versorgen und beraten. Es gibt Rassen die einen regelmäßigen Fellschnitt vertragen, da sie für die hiesigen Temperaturen eigentlich nicht geschaffen sind. Gut ausgebildete Hundefrisöre wissen in solch einem Fall ganz genau wo und wie sie schneiden müssen. Der Pudel ist sicherlich die Rasse die man am ehesten mit einem Frisör verbindet. Die klassische Pudelfrisur ist dabei eher Geschmackssache und wird nicht jedem zusagen. Aber solang sich alle wohlfühlen und die Wunschfrisur nicht schadet, ist dem nichts entgegenzusetzen.

Tierarztbesuch

Zur guten Hundepflege gehört der regelmäßige Kontrolltermin (ein bis zweimal im Jahr) bei deinem Tierarzt. Denn das Stichwort ist „Gesunderhaltung“. Dafür förderlich sind Massagen. Ein gut ausgebildeter Tierphysiotherapeut kann diese übernehmen. Wenn du dir allerdings unsicher bist halte immer Rücksprache mit deinem Tierarzt. Dein Liebling wird es dir durch ein langes, gesundes und zufriedenes Leben danken!