Gefahren im Sommer III: Riesen-Bärenklau

3 Antworten Ein Beitrag von Sandra

Eine wunderschöne und imposante Pflanze steht am Wegesrand. Durch ihre Größe zieht sie alle Blicke auf sich. Doch sollte man sich ihr nicht nähern oder sie gar pflücken, das kann sehr gefährlich werden. Die schöne Heimtückische trägt den Namen Riesen-Bärenklau.

Wie kann man Riesen-Bärenklau erkennen?

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, gehört zu der Familie der Doldenblütler und wird bis zu 3 Meter hoch. Die Pflanze besitzt dicke kräftige Stängel mit riesigen Blättern und weißen Blütendolden, die wie aufgespannte Regenschirme aussehen. Meist findet man den Riesen-Bärenklau in feuchten Laubwäldern, Auwäldern, Gebüschen, Gräben und Wiesen.

Pixababy.com /  https://pixabay.com/de/herkulesstaude-b%C3%A4renklau-pflanze-391133/

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Die Herkulesstaude wurde aus dem Kaukasus im 19. Jahrhundert nach Deutschland importiert und sollte als Zierpflanze Gärten und Parks schmücken. Die Pflanze ist nicht nur eine Gefahr für Mensch und Hund sondern auch für unsere heimischen Pflanzen, sie breitet sich schnell aus und verdrängt andere Gewächse aus ihrem Gebiet. 2008 wurde der Riesen-Bärenklau zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

Warum ist die Pflanze so gefährlich?

Was die Herkulesstaude so besonders macht, ist ihr Gift das phototoxische Substanzen, auch Furocumarine genannt, enthält. Dieses Gift greift den natürlichen UV-Schutz der Haut an, indem es UV-Licht absorbiert und dadurch eine Reaktion auf der Haut auslöst, bei der es zu schweren Verbrennungen mit Blasenbildung, Entzündungen und anschließender Wiesendermatitis (Haarverlust) kommen kann. Noch bis zu 3 Tage nach Kontakt kann diese Reaktion durch Sonnenstrahlung ausgelöst werden. Wenn das Gift auf der Haut reagiert hat ist der Heilungsprozess sehr langwierig und dauert meist mehrere Wochen. Man sollte den Riesen-Bärenklau nicht pflücken oder anfassen, da sich in allen Teilen der Pflanze das Gift in Form von Pflanzensaft befindet. Gerade Kinder und Hunde sind gefährdet. Unsere lebensfrohen Vierbeiner rennen mit viel Spaß durch Wiesen und Wälder und stören sich selten an Pflanzen, die am Wegesrand stehen. Doch genau darin besteht die Gefahr, berührt der Hund die Pflanze kann ein Teil abbrechen oder es tritt nur der Saft aus und gelangt auf das Tier. Meist bekommt das der Halter gar nicht mit. Betroffene Stellen sind meist der Bauch und die Schnauze.

Erste Hilfe bei Kontakt mit Riesen-Bärenklau?

Nach Möglichkeit sollte man versuchen das Gift schnellstmöglich mit Wasser abzuspülen und danach sofort die betroffene Stelle zu bedecken, sodass keine UV-Strahlung auf die Haut gelangt. Sollte man kein Wasser zur Verfügung haben, muss man trotzdem die Stelle bedecken.

http://www.wlz-fz.de/Lokales/Landkreis/Kampf-der-Baerenklau-Invasion

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Denn je länger Sonnenstrahlung auf die betroffene Region gelangt, umso heftiger reagiert das Gift auf der Haut. Die Verbrennungen können so stark sein das die Gefahr eines Schocks durchaus besteht. In jedem Fall sollte man schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Falls man den Riesen-Bärenklau bei einem Spaziergang sichtet, sollte man ein paar kleine aber wichtige Regeln beachten. Das sicherste ist immer in einem großen Abstand an den Pflanzen vorbeigehen, denn meist stehen in der Nähe kleine Jungpflanzen, welche aber genauso giftig sind. Außerdem ist es unerlässlich, den Hund in der gefahren Zone an die Leine zu nehmen, damit er nicht aus Versehen doch noch in Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau kommt. Wenn man sich an diese kleinen Regeln hält kann es ein traumhafter Sommer werden.

Unsere Reihe „Gefahren im Sommer“ hat noch weitere interessante Artikel, wie Getreide Grannen und Eichenprozessionsspinner.

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