Gefahren im Sommer IV: Badeunfall

4 Antworten Ein Beitrag von Katharina

Ein richtig heißer Sommertag – das ruft nach Abkühlung! Wenn für deinen geliebten Vierbeiner nicht einmal mehr der Schatten ausreicht heißt es ab ins kalte Wasser. Doch worauf solltest du achten, damit der Badespaß nicht in einer Katastrophe endet? Welche Vorbereitungen muss ich treffen, um für jede Situation gewappnet zu sein und um einen möglichen Badeunfall zu verhindern?

Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete

Schon bevor du dich dazu entscheidest das Wasser mit deinem Vierbeiner aufzusuchen, solltest du dir genau überlegen, welches Gewässer denn nun für den Badeausflug geeignet ist. Falls du noch nicht weißt, ob dein Hund ein talentierter Schwimmer ist, solltest du strömende Gewässer sowie das Meer vorerst vermeiden. Am besten geeignet für die ersten Badeversuche sind ruhige Gewässer mit einem guten Einstieg. Um trotzdem vor dem Ertrinken gewappnet zu sein, bietet es sich an eine Schwimmweste für deinen liebsten Gefährten zu besorgen. Sobald sich dein Hund an das Wasser gewöhnt hat, kannst du die Schwimmweste nach und nach zu Hause lassen. Aber auch für Ausflüge mit dem Boot ist eine Schwimmweste dringend anzuraten.

Außerdem sollte dein Hund stets auf dem Laufenden bezüglich aller Impfungen sein. Beim Baden ist besonders die Leptospirose Impfung zu empfehlen. Diese schützt deinen Hund vor Infektionskrankheiten, welche durch Bakterien in verschmutzen Gewässern verursacht werden können. Um weiteren Infektionen vorzubeugen sollte ein Handtuch für einen gelungenen Badeausflug nicht fehlen. Besonders die Ohren sind sehr empfindlich. Deshalb müssen diese stets sauber und trocken gehalten werden.Mops geht schwimmen

Schwimmen macht nicht nur Spaß, sonder strengt auch an. Aus diesem Grund achte immer darauf, dass du stets genug zum Essen und zum Trinken für deinen Hund dabei hast. Ein wichtiger Punkt ist hierbei das saubere Wasser: Hunde sollten prinzipiell nie zu viel Wasser von fremden Gewässern zu sich nehmen. Diese können verschiedene Keime und Bakterien enthalten, welche den Vierbeinern erhebliche Beschwerden zufügen können.

Nach dem Essen empfiehlt es sich, genau wie bei uns Menschen, etwas zu warten, bevor es wieder ins Wasser geht. Damit verringert man die Möglichkeit des Ertrinkens. Während dieser Ruhephase sollte dein Hund einen Schattenplatz aufsuchen, um sich in dieser Zeit nicht zu überhitzten. Für alle Fälle ist es daher vorteilhaft einen kleinen Schirm als Schattenspender dabei zu haben.

Wenn diese Vorbereitungen getroffen wurden, kann es endlich los ins kühle Nasse gehen. Doch auch vor Ort ist Vorsicht geboten.

Was muss während des Badeausflugs beachten werden?

Prinzipiell gilt immer: ein Vierbeiner sollte nie ohne Aufsicht ins Wasser gehen. Selbst erfahrenen Schwimmern kann jederzeit etwas zustoßen. Vor allem in etwas stürmischeren Gewässern ist Vorsicht besser als Nachsicht. Selbst eine Schwimmweste reicht in Extremfällen nicht mehr aus, um den geliebten Gefährten vor starken Strömungen oder Wellen zu retten. Desweiteren fällt es besonders kleineren Hunden schwer, den Kopf stets über Wasser zu halten. Diese Tatsache führt wiederum dazu, dass der Hund zu viel Wasser schlucken kann. Vor allem bei öffentlichen Anlagen und Pools kann dies zu einer Gefahr werden, da diese Gewässer oft mit Chlor gereinigt werden. Verschluckt nun ein Hund zu viel davon, kann dies zu Hautreizungen, Leberschäden oder sogar zu neurologischen Schäden führen. Schon allein daher solltest du immer ein Auge auf deinen geliebten Vierbeiner werfen.

Möpse am See - Badeunfall Hund

Falls es mit deinem Lieben ans Meer geht, solltest du dieses vorerst auf Quallen oder andere Meerestiere überprüfen. Egal ob Meer, Pool, Fluss oder See – es empfiehlt sich immer das Fell deines Vierbeiners nach dem Baden abzuspritzen. Dadurch wird das Fell von möglichen Verschmutzungen gereinigt und dein Hund fühlt sich danach wie man so schön sagt „Pudel wohl“.

Und zum Schluss noch ein kleiner, aber wichtige Tipp: Ist dein Vierbeiner vor dem Baden überhitzt, sollte er nicht sofort ins Wasser springen, sondern schön langsam in das Wasser rein geführt werden. So kann sich der Körper optimal an die Temperatur gewöhnen und sich der Kreislauf deines Hundes entspannen.

Nach Befolgung dieser Tipps sollte euer Badeausflug nun nie wieder in einem Badeunfall und einer Katastrophe enden. Mit der Checkliste für einen Hundebadetag vergisst du außerdem keine wichtigen Utensilien mehr. Viel Spaß beim Baden!

 

Checkliste für einen schönen Hundebadetag

  • Schwimmweste oder andere Schwimmhilfen für Hunde
  • Handtücher zum trocknen, Ohrentücher oder Ohrreiniger
  • Essen und Leckerlies als Belohnung und Stärkung
  • frisches, sauberes Trinkwasser und eine Schüssel zu dienen
  • Sonnenschirm oder Sonnenhut, um Schatten zu spenden
  • Sonnencreme für Hunde mit kurz beschnittenem Fell, heller Nase oder empfindlicher Haut
  • „Poop“ Taschen, damit die Umgebung schön sauber bleibt
  • Schutzwachs für die Pfoten bei heißem Sand
  • Spielzeug, um den Hund im Wasser sowie außerhalb des Wassers gut zu beschäftigen

Dackel - Badeunfall Hund

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Teile diesen Beitrag und rette damit Leben. Wir wünschen dir ausgiebige Badetage gemeinsam mit deinem Liebling und eine angenehme Abkühlung im Hochsommer.

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