Gefahren im Sommer I: Getreide Grannen

5 Antworten Ein Beitrag von Sandra

Was gibt es Schöneres als die Sommermonate? Die Sonne scheint und man verbringt die meiste Zeit mit seinem Hund im Freien. Lange Spaziergänge, baden im Baggersee oder einfach mal auf der Wiese mit dem Ball spielen. Doch was ist das? Plötzlich humpelt der Hund, hält den Kopf schief , hustet oder ihm tränen die Augen. Bei näherer Betrachtung sieht man den Grund, es steckt etwas im Körper. Eine Granne.

Stellen die besonders gefährdet sind

Hunde mit langem Fell sind leider häufiger betroffen als kurzhaarige. Der Grund ist einfach: die kleinen Widerhaken finden hervorragend Halt in einem langen, dichten Haarkleid. Die kleinen Fieslinge arbeiten sich durch das Fell der Vierbeiner bis sie Verletzungen hervorrufen und Schmerzen verursachen. Meist sind die Ohren, Augen, Achselhöhlen oder Zehenzwischenräume betroffen. In seltenen Fällen wurden Grannen eingeatmet und sind von dort bis in die Lunge gewandert. Hat sich einmal so ein Ungetüm am Körper festgesetzt beginnt es, durch Bewegung oder Manipulation, sich seinen Weg zu bahnen. Es dringt in die Körperhaut, in Pfoten, Gehörgänge, Augen, Nasen- und Mundschleimhaut ein – keine Körperstelle ist vor der Granne sicher.

Photo by Maja Dumat

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Eine Grannen-Verletzung ist leider nicht immer sofort sichtbar. Oft versteckt sich ein Getreidehaken in den Tiefen der Unterwolle und macht sich erst bemerkbar, wenn der Hund bereits Schmerzen hat. In jedem Fall sollte man seinen Hund genau beobachten: Wenn das Auge tränt, die Bindehaut gerötet ist und der Hund versucht sich das Auge zu kratzen, sollte sich dieses genauer angeschaut werden, es ist möglich, dass eine Granne im Lid steckt. Ebenso kann ein häufiges Schütteln oder Schräghalten des Kopfes ein Zeichen für einen Fremdkörper im Ohr sein. Weitere Symptome wie gerötete, geschwollene heiße Stellen am Körper, Husten (bei Einatmung) und Niesanfälle können ein Zeichen dafür sein, dass sich der Hund verletzt hat.

Wie kann ich meinem Tier helfen?

Falls es einmal zu einer Verletzung gekommen ist, kann man versuchen die Granne mit einer Pinzette herauszuziehen. Doch Vorsicht: Das sollte man nur probieren, wenn der Fremdkörper nur leicht mit der Spitze in der Haut steckt. Die Granne hat Widerhaken, welche sich aufstellen und dem Hund große Schmerzen bereiten können. Wenn die Getreidegranne schon so tief sitzt, dass sie nicht mehr selbst entfernt werden kann, sollte man unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Die unscheinbaren Getreideteile verursachen starke Schmerzen, wandern immer tiefer in die Haut und lösen schließlich schwere eitrige Entzündungen aus.

getreidefeld-getreide-grannenGibt es einen Schutz?

Einen wirklichen Schutz gibt es nicht, nur eine Vielzahl an Tipps, die man sich zu Herzen nehmen sollte.
Die Hunde sollten nicht in einem Getreidefeld spielen, dort ist die Verletzungsgefahr am größten. Nach jedem Spaziergang sollte der Liebling gründlich abgesucht werden, ganz besonders Hunde mit langer Haardecke und dichter Unterwolle. Das Fell, vor allem an den gefährdeten Stellen, sollte kurz gehalten werden. Augen und Ohren sind gründlich zu kontrollieren. Besonders in Trockenperioden sollten Hundebesitzer verstärkt auf Getreidegrannen achten, da sich diese dann leichter von den Ähren lösen.

Wenn man sich an diese kleinen Tipps hält sollte einem unbeschwerten Sommer in der Natur nichts im Wege stehen. Also Schuhe an, Hund schnappen und den Sommer genießen.

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