Gefahren im Sommer VI: Insektenstich beim Hund

eine Antwort Ein Beitrag von Sandra

Gerade im Sommer gibt es nichts schönes als seine Freizeit mit der geliebten Fellnase in der freien Natur zu verbringen, sei es im Park, im Wald oder am See. Egal wo – Hauptsache gemeinsam. Doch kann diese Idylle schnell einen bitteren Beigeschmack bekommen, wenn man nicht aufpasst.Denn Sommerzeit ist Insektenzeit: Die kleinen Tierchen können unter Umständen für unsere Vierbeiner richtig gefährlich werden.

Insekten sind lästige Tiere, sie sind immer dann da, wenn man sie nicht gebrauchen kann. Vor allem sind es Hornissen, Wespen, Erdwespen, Bienen und Hummeln, welche unseren Hunden große Probleme bereiten können. Ganz besonders vorsichtig sollte man in Nähe der Nester sein, dort sind gerade Erdwespen, Wespen und Hornissen nicht gerade gastfreundlich. Ein Insektenstich kann nicht nur starke Schmerzen verursachen, sondern auch eine heftige allergische Reaktionen auslösen.

Foto: Flickr/Grangernite

Foto: Flickr/Grangernite

Schnappt der Hund nach einem Insekt, könnte ein Stich in den Mund- oder Rachenraum die Folge sein. Vorsicht ist auch im Futter- oder Wassernapf geboten, hier lassen sich die Insekten gerne nieder und können so beim Fressen oder Trinken aufgenommen werden.

Gerade Insektenstiche beim Hund in der Schnauze oder im Rachenraum können extrem gefährlich werden: Atemwege können schnell zuschwellen, es besteht Erstickungsgefahr!

Insektenstich beim Hund – da ist schnelle Erste Hilfe gefragt.

Sollte es trotz aller Vorsicht doch einmal zu einem Stich gekommen sein, ist zu prüfen, ob sich noch ein Stachel in der Haut befindet. Wenn ja, diesen mit einer Pinzette vorsichtig entfernen. Bei Bienenstacheln sollte besondere Vorsicht gelten, da sich dort am Ende des Stachels noch eine sogenannte Giftblase befindet. Ist kein Stachel vorhanden, sollte die Stelle sofort gekühlt und einem Tierarzt vorgestellt werden. Falls das Insekt doch in Mund-, Rachenraum gestochen hat, ist dort höchste Eile geboten. Es muss sofort von außen gekühlt werden, am besten im Kehlkopfbereich. Dies kann mit einem Eiswürfelbeutel, Kühlpad oder einem feuchten Tuch geschehen.

Was tun, wenn der Rachenraum zuschwillt und der Hund keine Luft mehr bekommt?
Sobald man bemerkt, dass sich die Atemwege verengen und der Hund schwieriger Luft bekommt sollte man mit einer Mund-zu-Nase-Beatmung beginnen. Hierfür wird der Hund in die stabile Seitenlage gebracht, der Fang wird mit der Hand geschlossen und auch geschlossen gehalten. So, das keine Luft durch den Mund entweichen kann.

Foto:  Maja Dumat - CC BY 2.0

Foto: Maja Dumat – CC BY 2.0

Dann vorsichtig Luft in die Nase pusten. Wenn alles richtig gemacht wird, sieht man wie sich der Brustkorb hebt. Aber bitte Vorsicht, der Hund soll nicht aufgeblasen werden, die Luft ganz vorsichtig dosieren. Pro Minute sollte der Helfer 20 bis 30 Atemspenden geben. Der Hund sollte jetzt ganz schnell zu einem Tierarzt gebracht werden, damit dieser Medikamente geben kann. Beim Transport muss die Beatmung des Tieres weiter fortgesetzt werden.

Wie kann ich einen Insektenstich bei meinem Hund vermeiden?

Wichtig ist, schon im Vorfeld das Jagen von Insekten zu unterbinden bzw. abzugewöhnen. Gerade Junghunde finden dieses gefährliche Spiel äußerst interessant. Es gilt, den Hund beim Spaziergang gut zu beobachten, an Mülleimern tummeln sich gerne Bienen und Wespen. Außerdem sollte man genau hinschauen, wo sich die Fellnase hinlegt oder wo sie buddelt, dort kann schnell mal ein Nest von Erdwespen sein.

Also keine Angst, wenn man die Augen offen hält und seinen Hund beobachtet kann man den Sommer mit seinem Hund trotzdem genießen.

Musste eurer Vierbeiner auch schon mal wegen eines Insektenstichs zum Tierarzt? Erzählt uns davon und warnt andere vor den Gefahren der Insekten im Sommer.

1 Kommentar

  1. Reinhard W.Franke

    Wir (meine Frau und ich )haben jetzt seit fast 10 Jahren einen Golden -Retriever(Rüden).Er ist uns ganz sehr ans Herz gewachsen und wir können es ohne ihn gar nicht mehr vorstellen .Wir sind beide Rentner und können so auch viel rausgehen,obwohl es momentan bei dieser Gluthitze nicht so einfach ist .Normalerweise gehen wir mit unserem Benny 3x täglich raus .Einmal morgens,einmal mittags und einmal am Abend.Er ist an seine Zeiten gewœhnt aber in der Mittagszeit ist es ja z.Zt.auch nicht gerade ratsam obwohl er gerne beim Rundgang in den Fluß springt und ,,seine“Stöckchen holt.Wie macht man es nun richtig mit dem Gassigehen bei dieser Gluthitze,?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.