Gefahren im Sommer VII: Wasservergiftung durch Salzmangel

eine Antwort Ein Beitrag von Meike

Um uns und unseren Vierbeinern etwas Abkühlung zu verschaffen ist ein Tag am Badesee oder Fluss Gold wert. Leider wurde in den vergangenen Wochen aber immer öfter über das Phänomen der „Wasservergiftung“, auch als hypotonen Hyperhydration bekannt, berichtet. Besonders gefährdet sind Hunde, die sich am Liebsten pausenlos im Wasser aufhalten oder nichts toller finden, als Gegenstände im Wasser zu apportieren. Dabei schluckt der Hund unter Umständen sehr viel Wasser.

Da einige Gewässer salzarm sind, kann es passieren, dass der Hund zwar sehr viel Wasser, aber kaum Salz aufnimmt. Es droht eine Wasservergiftung durch Salzmangel. Die Nieren benötigen einen bestimmten Salzgehalt, um effektiv arbeiten und Urin produzieren zu können. Fehlt der benötigte Salzanteil, ist der Körper nicht mehr in der Lage das viele aufgenommene Wasser auszuscheiden. Die Folge: Natriummangel – das überschüssige Wasser verbleibt in den Blutgefäßen und wird schließlich im Gewebe eingelagert, wodurch es zu Ödemen und Organschäden kommen kann. Besonders gefährlich wird es, wenn sich ein Ödem im Gehirn bildet.

Auf diese Symptome solltet ihr achten

Die gezeigten Symptome können sehr vielseitig sein und reichen von allgemeiner Schwäche, Inappetenz und Schwindel, gepaart mit vermehrten Speicheln bis hin zu Erbrechen und Krämpfen. In seltenen Einzelfällen und bei Hunden, die bereits eine Nierenschädigung haben, kann es sogar zum Koma und auch zum Tod kommen.

Was ihr beim Verdacht auf eine Wasservergiftung tun solltet

wasservergiftung-aufgrund-von-salzmangel-bei-hundenWenn euer Hund übermäßig viel salzarmes Wasser aufgenommen hat und die genannten Symptome zeigt, kann man als Erste-Hilfe-Maßnahme ein bisschen Salz (z.B. als Salzstangen) anbieten. Dies gilt natürlich nicht bei einer übermäßigen Aufnahme von Meerwasser, da es hierbei nicht zu einer „Untersalzung“, sondern zu einer „Übersalzung“ des Körpers kommt. Auch bei nur leichten Symptomen sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, um zu beurteilen, ob es sich um eine Überwässerung oder möglicherweise einen Hitzeschlag handelt. Der Tierarzt kann dann schnellstmöglich eine angemessene Therapie einleiten. Zwar kommt es nicht sehr oft zu einer Wasservergiftung, dennoch solltet ihr eurem Tierarzt von der vermehrten Wasseraufnahme berichten, damit er das bei der Diagnosestellung beachten kann.

Nehmt die Sache ernst und erzählt anderen davon! In diesem Sinne: Ich wünsche euch einen erholsamen und sicheren Ausflug an den Badesee!

Kennt ihr schon unsere anderen Artikel der Reihe „Gefahren im Sommer?“ Gerade bei schönem Wetter kommt es immer mal wieder zu Badeunfällen, auch im Getreidefeld lauern Gefahren. An Sommertagen sollte kein Hund im Auto zurückgelassen werden, es droht ein Hitzeschlag! Zu den unterschätzen Risiken im Sommer zählt zudem der Kontakt mit dem unscheinbaren Riesen-Bärenklau und dem Eichenprozessionsspinner. Wie du deinem Hund bei einem Insektenstich helfen kannst erfährst du hier.

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