Gefahren im Sommer V: Hitzschlag beim Hund

3 Antworten Ein Beitrag von Meike

Gefahren im Sommer Hitzeschlag beim Hund

Es ist ein schöner warmer Sommertag, ideal um sich mit seinem Vierbeiner draußen mal richtig auszutoben. Egal ob ein langer Spaziergang, toben im Wasser oder Ballspielen – in der Natur ist es an solchen Tagen doch immer am schönsten. Aber am Abend kommt der Schock. Die geliebte Fellnase taumelt seltsam umher oder liegt plötzlich scheinbar grundlos apathisch in der Ecke oder übergibt sich sogar immer wieder. Dies könnten die Folgen eines Hitzschlags sein. Zu einem Hitzschlag kommt es, wenn der Hund hohen Temperaturen ausgesetzt ist und sein Körper nicht in der Lage ist, die Wärme schnell genug abzugeben. Ab ca. 40 Grad Körpertemperatur kommt es zu Kreislaufbeschwerden und ab 43 Grad herrscht akute Lebensgefahr. Da Hunde nicht wie wir überall auf dem Körper Schweißdrüsen verteilt haben, fällt es ihnen schwerer Wärme abzugeben. Hauptsächlich kühlen sie sich über hecheln, ablecken und das Aufsuchen kühler Orte ab. Zusätzlich helfen ihnen ihre Schweißdrüsen an Nasenspiegel und den Pfotenballen dabei. Besonders gefährdet sind alte und junge Hunde, übergewichtige Hunde, Herzpatienten, Hunde mit dichtem Fell und kurznasige Rassen wie beispielsweise der Mops.

Du solltest einen Hitzschlag immer ernst nehmen, ohne Behandlung kann es nämlich zu einer Schwellung des Gehirns (Hirnödem) bishin zum Tod durch Atemstillstand und Herzversagen führen.

Wie sich ein Hitzschlag beim Hund vermeiden lässt:

  • Vermeide lange Spaziergänge an sehr heißen Tagen, und wenn doch dann nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden
  • lasse deinen Vierbeiner niemals alleine im Auto, auch nicht kurz und auch nicht bei runtergelassenem Fenster -> Wenn dein Auto keine Klimaanlage hat, vermeide den Transport deiner Fellnase im Auto unter Sonneneinstrahlung
  • dein Hund sollte immer die Möglichkeit haben, sich an einen kühlen Ort zurückzuziehen
  • biete deinem Liebling immer genug Wasser an
  • es sollte immer die Möglichkeit zum Hecheln gegeben sein (WICHTIG: keinen zu engen Maulkorb verwenden)
  • auf sportliche Aktivitäten wie Ballspielen solltest du an heißen Tagen verzichten

Falls sich dein Vierbeiner doch mal zu lange in der Sonne aufgehalten oder an einem heißen Tag zu sehr getobt hat und anschließend Anzeichen eines Hitzschlags zeigt, muss man schnell reagieren um eine weitere Überhitzung und Folgeschäden zu vermeiden.

Erste Hilfe – Hund ist noch bei Bewußtsein:

  • bringe den Hund sofort an einen kühlen Ort
  • biete ihm Wasser an, aber flöße es ihm nicht ein, wenn er nicht selbst trinken möchte
  • kühle ihn mit Wasser (niemals eiskalt) oder feuchten Tüchern ab – angefangen an den Gliedmaßen und dann hin zur Körpermitte. Niemals an der Körpermitte (Herzen) beginnen
  • bringe den Hund zum Tierarzt und kühle ihn während des Transports ohne Unterbrechung weiter ab

Erste Hilfe – Hund ist nicht mehr bei Bewußtsein:

  • bringe den Hund sofort in Seitenlage, und strecke den Kopf und Hals um mögliche Komplikationen bei Erbrechen zu vermeiden bzw. zu minimieren
  • falls er sich übergeben hat, entferne die Reste aus der Maulhöhle damit er nicht daran erstickt
  • falls er keinen Puls mehr hat (diesen kann man an oben an den Innenseiten der Oberschenkel fühlen) beginne sofort mit einer Herzmassage im Bereich des Brustkorbes bis zum Zeitpunkt des Eintreffens ärztlicher Hilfe
  • kontaktiere sofort einen Tierarzt oder den Tiernotrettungsdienst

AUFGEPASST! Sonnenbrand beim Hund

Auch wenn es sich erst mal komisch anhört, auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Besonders Hunde mit heller Haut und Fell wie Dalmatiner, Bullterrier, Australian Shepherds und Collies neigen dazu. Auch bei frisch geschorenen oder generell wenig behaarten Rassen sollte man gut aufpassen. Zudem gibt es einige Medikamente, die die Empfindlichkeit gegenüber den gefährlichen UV-Strahlen erhöhen. Gefährdete Stellen sind der Nasenrücken, Ohrenränder der meist weniger behaarte Bauch. Nach der Verbrennung kommt es wie bei uns zu einer unangenehm brennenden und juckenden Rötung. Oftmals kommt es in Folge des Sonnenbrands zu einer Entzündung, die sich durch kratzen und belecken der Stelle entzünden kann. In diesem Fall sollten sie ihren Tierarzt aufsuchen. Die Verwendung von Sonnecreme stellt sich problematisch dar, da die Hunde diese gerne abschlecken und damit auch ungesunde chemische Stoffe aufnehmen. Die beste Lösung um deinen Vierbeiner vor einem Sonnenbrand oder einem Hitzschlag zu schützen ist es also, einfach die starke Sonneneinstrahlung zu meiden.

Sonnenstich beim Hund

Ein Sonnenstich entsteht durch eine zu lange und intensive Sonneneinstrahlung auf den Kopf- und Nackenbereich. Dies führt zu einer Überhitzung von Gehirn und Gehirnhäuten, die sich dadurch entzünden. Es kann auch zu einer Schwellung des Gehirns durch Wassereinlagerungen kommen. Genau wie der Hitzschlag, bedeutet ein Sonnenstich akute Lebensgefahr für euren Vierbeiner. Anzeichen sind ein beschleunigter Puls, schnelle flache Atmung, ein taumelnder Gang, Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Um dies zu vermeiden, solltet ihr euren Hund auch bei angenehmen Temperaturen nie der prallen Sonne aussetzen.
Die Notfallmaßnahmen entsprechen denen des Hitzschlags.

Sonnenstich oder Hitzschlag?

Beim Sonnenstich kommt es zu einem Wärmestau im Gehirn, beim Hitzschlag zu einer Überhitzung des gesamten Körpers.
Der Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung, für den Hitzschlag ist die Umgebungstemperatur entscheidend.
Die Körpertemperatur ist beim Hitzschlag erhöht, beim Sonnenstich meistens normal.

Sonnencreme für Hunde

Wenn euer Vierbeiner zu Sonnenbränden neigt, könnt ihr die gefährdeten Stellen mit Sonnencreme einreiben.
Achtet darauf, dass er sich die Creme nicht ableckt und benutzt nur Lotionen mit ungiftigen Bestandteilen.

Wir empfehlen Euch noch weitere Artikel aus der Serie „Gefahren im Sommer“, wie zum Beispiel Badeunfälle vermeiden, die gefährliche Pflanze Bärenklau und Verletzung durch Getreide Grannen.

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