Wieder Zeckenzeit – Zeckenschutz für Hunde (Infografik)

2 Antworten Ein Beitrag von Lisa

Der Begriff „Zeckenzeit“ ist dir sicherlich nicht fremd! Doch was genau bedeutet das, wann ist die Zeit ganz genau, welche Gefahren verbergen sich hinter diesem Begriff und was für Zeckenmittel gibt es? Erst einmal ist für dich wichtig zu erfahren, dass die Zeckenzeit das ganze Jahr über in Deutschland besteht und es gibt nur noch sehr wenige zeckenfreie Bereiche! Allerdings gibt es Abstufungen, denn wenn die Medien von der „Zeckenzeit“ sprechen, dann ist meist die „Hauptzeckenzeit“ gemeint. Diese ist von Mai bis Oktober. In diesem Zeitraum sind die kleinen Bestien besonders aktiv und Übergriffe auf Mensch und Tier treten gehäuft auf. Für dich als Hundehalter ist es daher wichtig grundsätzlich mit einem wachsamen Auge unterwegs zu sein. Nach jedem ausführlichen Spaziergang durch Wald und über Wiesen solltest du deinen Hund intensiv auf Zecken untersuchen und ihn am besten mit einem Zeckenkamm durchkämmen. Denn Zecken können sich erst nur im Fell des Opfers festhängen, werden so mit ins Haus gebracht und beißen dann erst Tage nach dem Waldspaziergang zu. Hat sie bereits zugebissen ist es wichtig, diese sofort zu entfernen. Wir haben für euch eine Infografik erstellt, wo ihr alle ToDo´s auf einen Blick findet. So wisst ihr genau, wir ihr in einem Notfall reagieren müsst. Viel Spaß damit!

Zeckenschutz für Hunde
Was macht Zecken eigentlich so gefährlich?

Sie sind Parasiten, kleine Blutsauger, die besonders gern in warmen und gut durchbluteten Körperbereichen wie z.B. hinter den Ohren, im Bereich des Ellenbogens und des inneren Knies zubeißen. Die eigentliche Gefahr besteht dabei nicht durch den Biss oder das Blutsaugen der Zecke, sondern vielmehr durch die mögliche Übertragung von gefährlichen Krankheitserregern auf das Opfer wie z.B. Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Anasplasmose und sogar FSME – die infektiöse Hirnhautentzündung, die bis zum Tod führen kann.

Entfernung von Zecken

Als Hundehalter solltest du dafür immer einen Zeckenhaken oder eine Zeckenzange zur Hand haben. Hast Du eine Zecke entdeckt, dann ist es sehr wichtig, dass du diese vollständig entfernst. Dafür setzt du die Zange so nah wie möglich an der Einbissstelle an und ziehst das Ungetüm mit einer vorsichtigen Drehbewegung heraus. Achte dabei unbedingt darauf, dass du die Zecke nicht zerquetschst, denn dabei besteht die Gefahr der Übertragung der Erreger der oben genannten Krankheiten. Töte die Zecke vor dem Entfernen auch in keinem Fall ab, denn dabei besteht die Gefahr, dass sie vor dem Absterben erbricht und so die Erreger der gefährlichen Krankheiten an ihr Opfer überträgt. Sollte bei der Entfernung dennoch der Kopf in der Haut stecken bleiben und bekommst du diesen allein nicht mehr raus, dann suche bitte eine Praxis auf. Das gleiche gilt, wenn die Rötung um die Einbissstelle nach vollständiger Entfernung größer und nicht kleiner wird.
Zeigt dein Hund nach Tagen der Entfernung plötzlich Schlappheit, Fieber und sogar eine Lahmheit, dann suche unbedingt den Tierarzt auf, denn es besteht die Gefahr, dass sich dein Hund mit einem der gefährlichen Erreger infiziert hat.

Gibt es einen Zeckenschutz für Hunde?

Es gibt Zeckenschutz für Hunde, allerdings gibt es keine Garantie, dass der Hund nicht doch gebissen wird. Es gibt Möglichkeiten mit verschiedenen Präparaten vorzubeugen. Dabei ist es wichtig, dass diese Präparate sowohl zeckenabweisend als auch zeckenabtötend sind. Aber es ist Vorsicht geboten! Leben mit deinem Hund weitere Haustiere wie z.B. Katzen oder Kaninchen zusammen, so stimme dich unbedingt mit deinem Tierarzt ab, denn einige Präparate können für andere Spezies sehr giftig sein.

Spot-On Präparate
Weit verbreitet sind sogenannte Spot-On-Präparate. Dies sind flüssige Wirkstoffe, die man im Nackenfell monatlich aufträufelt. Wichtig ist, dass der Wirkstoff die Haut erreicht, denn dann verteilt er sich schnell über den gesamten Körper. Bei Hunden mit langem Fell ist es daher empfehlenswert, dass du die Haare scheitelst, damit garantiert ist, dass das Präparat auch Kontakt zur Haut bekommt.

Halsband gegen Zecken
Weiter gibt es das bekannte Zecken- und Flohhalsband, welches über mehrere Monate wirkt. Auch hier verteilt sich der Wirkstoff über die Haut automatisch über den ganzen Körper. Das Halsband muss allerdings über den gesamten Zeitraum getragen werden.

Zeckenspray
Speziell für junge Hunde gibt es ein Spray. Dieses muss über das gesamte Fell aufgesprüht werden. Für eine maximale Wirkung ist die regelmäßige zweiwöchentliche bis monatliche Anwendung erforderlich.

Tabletten
Neuerdings gibt es aber auch Tabletten für den Hund. Die Wirkung soll die lästigen Parasiten fernhalten. Für weitere Informationen und Wirkungsdauer dieser Therapie kontaktiere bitte deinen Tierarzt.

Borreliose nach Zeckenbiss

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Borreliose ist die Infektionskrankheit die am häufigsten durch Zecken übertragen wird. Beim Hund verläuft die Borreliose meist ohne Beschwerden. Selten kann es zu Fieber, geschwollenen Lymphknoten und Lähmungserscheinungen kommen. Tritt eine dieser Symptome auf, solltest du umgehend eine Praxis aufsuchen. In diesem Fall wird dir der Tierarzt ein Antibiotikum für deinen Hund über einen Zeitraum von mindestens 30 Tagen verschreiben, denn die Borreliose wird durch Borrelien (Bakterien) verursacht. Diese Behandlung wird meist gut vertragen und deinem Hund geht es nach wenigen Tagen wieder merklich besser. Dennoch ist es wichtig die Behandlung bis zum letzten Tag fortzusetzen. Da Borrelien nur schwer abzutöten sind, sollte diese Behandlung vier bis fünf Mal vierteljährlich wiederholt werden.
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Prognose gut. Da aber die vollständige Abtötung der Borrelien nicht gewährlest werden kann, kann es immer wieder zu akuten Schüben der oben genannten Symptome kommen. In solch einem Fall dann bitte den Tierarzt aufsuchen.

 

Wir hoffen, wir konnten euch wertvolle Tipps zum Thema Zecken geben. Das wichtigste ist, dass ihr nach jeder Tour im Grünen, euren Sprössling untersucht. Dann kann auch nicht viel schief gehen.

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