Hundeschwimmen: Der perfekte Freizeitsport

eine Antwort Ein Beitrag von Lisa

Den meisten Hunden muss man das Schwimmen gar nicht erst beibringen, sie sind in aller Regel gute Schwimmer und lieben es, im Wasser zu toben. Ein ausgedehntes Bad kann dem vierbeinigen Liebling großen Spaß machen und ist außerdem gut für seine Gesundheit. Nicht nur im Sommer ist das Schwimmen im Freien daher eine tolle Idee. Für den Winter gibt es auch reichlich Indoor-Angebote. Allerdings schwimmen nicht alle Hunde sofort gern. Vor allem Welpen müssen zunächst ans Schwimmen gewöhnt werden. Dabei ist natürlich Vorsicht geboten, damit der kleine Liebling keine Angst bekommt oder schlechte Erfahrungen macht. Grundsätzlich gibt es einige Rassen, die sich sofort ins Wasser stürzen und andere, die erst mal ein bisschen Scheu haben. Zu den Rassen, die Wasser über alles lieben, zählen zum Beispiel Golden Retriever oder Schäferhunde. Sie sind meist überhaupt nicht vom Wasser fernzuhalten und stürzen sich sofort mit Begeisterung in die Wellen. Andere wie beispielsweise die Deutsche Dogge oder Dalmatiner müssen erst langsam an das kühle Nass gewöhnt werden. Wenn sie einmal herausgefunden haben, dass das Wasser ihnen nicht schadet, haben auch sie in aller Regel großen Spaß am Schwimmen. Doch wie gewöhnst du deine Fellnase am besten ans Wasser? Hier ein paar wichtige Regeln für das erste Schwimmen.

Einen Welpen ans Schwimmen gewöhnen

Früh übt sich, wer ein Schwimmer werden will: Am besten werden Hunde schon als Welpen ans Wasser gewöhnt. Dass der kleine Liebling dabei ertrinkt, musst du nicht befürchten, denn Hunde wissen instinktiv, was sie im zu-zweit-macht-das-hundeschwimmen-mehr-spassWasser zu tun haben. Allerdings erfordert es wahrscheinlich ein bisschen Überzeugungskraft, den Welpen ins Wasser zu bewegen. Dabei kann es hilfreich sein, das Lieblingsspielzeug oder ein besonders tolles Leckerli mitzunehmen. Wenn du deinen Schützling durch Belohnung motivierst, geht er viel schneller ins Wasser. Wichtig ist es, eine Stelle auszusuchen, die zum Schwimmen ungefährlich ist. Gerade kleine Tiere können Schwierigkeiten bekommen, wenn das Wasser zu unruhig ist oder sie gar in einen Strudel geraten. Zum ersten Schwimmen eignen sich daher am besten flache, ruhige Gewässer ohne starke Strömung. Dein Welpe sollte an einer möglichst flachen Stelle ins Wasser gehen, um einen besonders leichten Einstieg zu haben. Ist der Kleine zu schüchtern, um ins Wasser zu gehen? Dann sollte er auf gar keinen Fall dazu gedrängt oder gar gezwungen werden. Wenn Hunde das Wasser mit einem negativen Erlebnis verbinden, ist es schwer, sie wieder daran zu gewöhnen. Ist der Kleine noch ängstlich, gilt es also, Geduld zu beweisen. Ein Spielkamerad kann helfen, den kleinen Vierbeiner zum Schwimmen zu motivieren, denn wenn der andere Hund ins Wasser läuft und dort nach Herzenslust tobt, kommt dein Liebling wahrscheinlich sofort hinterher. Beim Schwimmen in freier Natur gibt es einige Regeln zu beachten. Deine Fellnase sollte auf gar keinen Fall mit vollem Magen schwimmen. Ähnlich wie bei Menschen kann das zu Übelkeit führen und ist nicht gesund. Mindestens zwei Stunden sollten zwischen Füttern und Schwimmen liegen. An Seen oder Teichen befinden sich außerdem häufig spitze Steine oder Scherben. Diese Stellen solltest du umgehen. Scharfe Kanten oder sonstiger Müll können ebenfalls gefährlich sein. Wenn sich solche Gefahrenstellen am Badeort befinden, ist es unbedingt ratsam, eine andere Stelle zu suchen, um Verletzungen zu vermeiden. Auch Teiche, die mit Wasserlilien bedeckt sind, können eine Gefahr sein. Hunde glauben häufig, dass es sich wegen des grünen Bewuchses nicht um Wasser handelt, und springen darauf, um dann plötzlich festzustellen, dass sie ins Wasser gesprungen sind. Das kann gefährlich für den Kreislauf sein. Beim Hundeschwimmen am Teich oder See gilt also: Lieber sorgfältig eine gute Stelle aussuchen, damit deiner Fellnase nichts passiert.

Schwimmen im Meer

hundesport-schwimmen-im-seeEinerseits lieben es die meisten Hunde, am Meer zu toben und im Wasser zu schwimmen, andererseits gibt es gerade dort besonders viele Dinge zu beachten. Zunächst ist das Trinken von Salzwasser nicht gesund. Deshalb sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass dein Schützling kein Salzwasser zu sich nimmt. Du kannst das vermeiden, indem du Wasser für ihn mitnimmst, sodass er immer genug zu trinken hat. Dann gibt es am Strand natürlich noch Badegäste, die auf keinen Fall belästigt werden sollten. Um das zu vermeiden, sollte dein Vierbeiner gut an Kommandos gewöhnt sein und darauf hören, wenn er zurückgerufen wird. Hundebesitzer sollten sich unbedingt an die vorgegebenen Strandabschnitte halten und auch die Leinenpflicht beachten. Tolle Hundestrände gibt es zum Beispiel in Kroatien und in Frankreich.

Beim Schwimmen im Winter gibt es wichtige Regeln. Ähnlich wie Menschen können sich auch Hunde erkälten: Daher solltest du auf jeden Fall ein Handtuch mitnehmen und deinen Vierbeiner sofort gründlich abtrocknen, wenn er aus dem Wasser kommt. Oft bleiben sie zu lange im Wasser und können sich verkühlen oder schätzen ihre Kräfte falsch ein. Gerade bei kühleren Temperaturen ist es die Pflicht von Herrchen oder Frauchen, den kleinen Vierbeiner rechtzeitig aus dem Wasser zu holen. Grundsätzlich gilt beim Schwimmen Vorsicht mit dem Halsband. Es sollte auf jeden Fall fest sein, damit sich dein Hund nicht darin verheddert. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Ausflug an die Ostsee? Die schönsten Badestrände findet ihr hier auf einem Blick.

 

Hundeschwimmen bei Krankheit

Bei Muskelkrankheiten, nach überstandener OP oder bei Schwäche kann Schwimmen für den Hund ein sehr sinnvolles, schonendes Training sein. Gerade bei alten Tieren bieten sich dafür beheizte Indoor-Pools an. Eine Schwimmweste kann bei fehlender Kraft helfen, das Tier über Wasser zu halten. Allerdings sollte Herrchen oder Frauchen darauf achten, was genau dem vierbeinigen Liebling fehlt. Bei Fieber oder Infektion zum Beispiel ist Schwimmen absolut tabu. Bei offenen Wunden sollte dein Schützling auf gar keinen Fall ins Wasser gelassen werden.

Unser kleiner Mops Leo berichtet wöchentlich aus seinem Leben, am letzten Wochenende traf er seine Herzensdame Lotte beim Badeausflug wieder. Erzählt uns doch von Euren Erlebnissen am Strand oder am See. Wir freuen uns über Eure Geschichten!

Kennt ihr schon unsere Reihe „Gefahren im Sommer?“, in unserem Artikel „Badeunfall“ findet ihr eine Checkliste für einen sicheren Badeausflug.

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