Wer ist der kleinste Hund der Welt

eine Antwort Ein Beitrag von Lisa

In den letzten Jahren ist die Liebe zu kleinen Hunden stark gestiegen. Immer mehr Menschen entscheiden sich lieber für einen kleinen Hund. Die Rassen scheinen pflegeleichter und die Kosten für Futter und Zubehör sind günstiger.

Für viele kommt nur ein Kleinhund infrage, weil sie in einer kleinen Stadtwohnung leben. Andere reisen viel und möchten die Fellnase unkompliziert mitnehmen. Für einen älteren Menschen, der seinen Vierbeiner auch mal hochnehmen muss, weil er nicht mehr ganz so standfest ist, ist ebenfalls ein kleinerer Hund die erste Wahl.

Die Kleinen sind meist pfiffiger

Es gibt etwa 90 offiziell zugelassene Hunderassen, die eine Schulterhöhe von unter 40cm aufweisen. Wenn man alle nicht offiziell anerkannten Rassen und lokalen Schläge hinzuzählt, kommt man auf über 150. Zu den bekanntesten kleinsten Hunderassen zählen sicherlich Dackel, Zwergpudel, Spitz, Beagle, Chihuahua, Malteser, West Highland White Terrier, Mops und der Yorkshire Terrier. WP_20150831_011Einen kleinen Hund musst du genauso erziehen wie einen großen. Die Minis haben meist den Mut für zwei Große und sind sich ihrer sehr geringen Körpergröße gar nicht bewusst. Sowohl Bewegung als auch konsequente Erziehung sind für die kleinen Hunderassen wichtig. Die meisten von ihnen sind sogar echte Sportskameraden und gerne körperlich aktiv. Sie gelten als sehr robust und werden in der Regel älter als die großen Rassen. Die Energiebündel sollten sogar Trockenfutter für sehr aktive Hunde bekommen. Der Stoffwechsel kleiner Hunde ist schneller als bei großen. Die meisten kleinen Fellnasen lieben es, wenn du dich mit ihnen beschäftigst. Sie lernen sehr schnell kleine Tricks. Suchspiele, Dogdancing und auch Agility sind Beschäftigungen, die eine tolle Abwechslung in ihren Hundealltag bringen. Gerade die Kleinen sind sehr pfiffig und wissen oft genau, wie sie ihren Besitzer um die Pfote wickeln können, um ein Leckerchen zu bekommen. Sehr kleine Exemplare finden ab einer gewissen Entfernung ihren Menschen nicht so schnell. Du solltest deshalb sehr große Gesten, wie z.B. weit ausgebreitete Arme, für deinen Rückruf verwenden. Gerade für kleine Vierbeiner ist das Clickertraining äußerst wertvoll. Außerdem ist ein Clicker für den Hundetrainer rückenschonend. Zuerst sollte der Welpe lernen, dass ein Klick ein Leckerchen bedeutet. Dazu klicke einfach mal auf den Clicker und füttere deine Fellnase unmittelbar danach mit einem Leckerchen. Sehr schnell wird er lernen, dass der Klick Futter bedeutet oder auch dass er etwas gut gemacht hat.

Welche Eigenschaften haben die kleinen Hunderassen?

Der Dackel gilt als mutig und ausdauernd. Er ist sehr selbstständig, schließlich wurde er dazu gezüchtet, allein vor dem Mauseloch Entscheidungen treffen zu können. Ein Mops dagegen gilt als gutmütig und sensibel. Gelehrig und verspielt sind die Bichons. Außerdem verlieren sie kein Fell und sind somit sehr beliebt bei Tierhaarallergikern. Ein Chihuahua gilt als mutig und aufgeweckt. Ein leicht erziehbarer Gesellschaftshund ist der Cavalier King Charles Spaniel. Er ist herzlich und sanft. Ein Jack Russell Terrier dagegen ist intelligent und temperamentvoll. Dieser Kleinhund benötigt viel Beschäftigung. Wachsam sind sowohl die Zwergpinscher als auch die Zwergschnauzer. Ein Zwergpudel ist treu und sportlich. Sein Fell muss regelmäßig geschoren werden, da auch er nicht haart.

Welcher von den Minihunden ist nun der kleinste Hund der Welt? Laut Guinness-Buch der Rekorde heißt die Hündin Miracle Milly und ist ein Chihuahua. Bei ihrer Geburt wog sie weniger als 30 Gramm. Sie hat eine Schulterhöhe von gerade mal 9,65 Zentimetern und lebt in Puerto Rico. Vor ihr war auch ein Chihuahua der Rekordhalter. Die Hündin Boo Boo aus den USA hat eine Höhe gerade mal 10,16 Zentimeter. Die kleinste Hunderasse der Welt wird somit eindeutig den Chihuahuas zugeordnet.

Der Chihuahua stammt aus Mexiko. Es gibt Kurz-und Langhaar-Chihuahuas. Vom Wesen her ist er sehr mutig und aufgeweckt. Als kleinster Hund der Welt überlebte er nur durch seine Klugheit, als die spanischen Eroberer mit ihren großen Hunden nach Mexiko kamen. Er versteckte sich in Felsspalten. Er gilt als lernfreudig und intelligent. IMG-20150821-WA0004Seine Fellpflege ist recht einfach und er wird ca. 15 Jahre alt. Der Chihuahua lernt sehr gerne Kunststückchen und mag es gar nicht, als Modepüppchen behandelt zu werden. Die Bemühungen der Züchter immer kleinere Tiere auf die Welt zu bringen, führen leider auch zu gesundheitlichen Nachteilen. Das Mindestgewicht für die Zucht liegt bei 2kg. Extremzwerge haben häufig gesundheitliche Probleme. Zu kleine Welpen leiden schnell unter Unterzuckerung. Vergisst ein Chi beim Toben und Spielen ausreichend Flüssigkeit und Futter zu sich zu nehmen, dann kann ebenfalls eine Unterzuckerung drohen. Ein einfühlsamer und wachsamer Besitzer, der ihn nicht verhätschelt, wäre der beste Partner für die kleinste Hunderasse. Als Beschäftigung für innen eignen sich sehr gut Suchspiele. Versteck sein Lieblingsspielzeug oder kleine Leckerbissen in Zeitungspapier oder einem kleinen Karton. Die Suche macht ihm sehr viel Spaß. Du kannst auch ein Hindernisparcour im Flur oder im Wohnzimmer aufbauen. Aus Dosen oder Plastikflaschen lässt sich ein Slalom aufbauen, eine Schuhschachtel reicht als Hürde zum Drüberspringen und mit zwei Stühlen und einer Decke darüber hast du ganz schnell einen Tunnel aufgebaut. Auch Mini-Agility oder Fährtensuche eignen sich für die Fellnase. Zwei Stunden pro Tag sind ideal für ihn und seine Gesundheit. Sehr gerne wird er auch als Zweithund gehalten oder es wuseln immer gleich mehrere Chihuahuas um einen Besitzer herum.

Auch wenn er aktuell die kleinste Hunderasse der Welt ist – der Chihuahua ist viel mehr als ein Schoßhündchen!

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