Brief aus dem Hundehimmel

eine Antwort Ein Beitrag von Lisa

Der Schock sitzt tief, das atmen fällt schwer. Das kuschelige Plätzchen bleibt leer. Warum musstest du schon gehen? Du warst mein Freund. Du brachtest mich zum Lachen, es gab Tage, da weinten wir zusammen. Gemeinsam rollten wir uns durch den Garten, fluchten, wenn Brennnesseln uns ärgerten. Dein Name hallt noch immer wie Musikin meinen Ohren, mein Herz wird warm, wenn ich an dich denke. Alles was mir jetzt noch bleibt, sind Erinnerungen unserer wunderschönen Zeit. Ich habe angst, dass sie verblassen, sie der Zeit zum Opfer fallen….Bitte geh nicht, mein Freund! Ich schreibe dir einen Brief in den Himmel und hoffe auf Antwort…

Genau das tat eine kleine dreiköpfige Familie aus Virginia. Nach dem Tod ihres geliebten Vierbeiners Moe, verspürten Mary, Roberto und ihr dreijähriger Sohn Luke eine große Leere in ihren Herzen. 13 Jahre verbrachten sie Seite an Seite, der Abschied von Beagle Moe im April diesen Jahres kam für alle viel zu schnell. Besonders der kleine Luke litt unter dem Verlust seines besten Freundes.

„Mein Sohn und ich schrieben einen Brief an Moe und schickten ihn in den Hundehimmel…“

Kurz nach dem Tod von Moe, saßen Mutter und Sohn eines Nachts am Küchentisch. Um ihre Gefühle zu verarbeiten, bewaffneten sich die beiden mit Stift und Zettel. Luke begann zu diktieren, Mary schrieb alles Nieder. Das nächtliche Briefe schreiben wurde zum gemeinsamen Ritual. Kurze Botschaften wie „Ich hoffe, du hast Spaß im Hundehimmel“ und „Wir vermissen dich“ wurden auf Papier verewigt. Um Luke nicht zu enttäuschen, brachte seine Mutter jeden einzelnen Brief zum Briefkasten vor dem Haus und adressierte ihn an “Moe Westbrook, Hundehimmel, Wolke 1.”

Dann passierte etwas Wunderschönes…

Eines nachts vor 2 Wochen, vergaß Mary den Brief aus dem Briefkasten zunehmen als Luke bereits in seinem Bettchen lag und schlief. Am nächsten Tag war der Brief verschwunden. „Ich nahm an, die Post würde den Brief in den Müll werfen oder jemand würde sich über uns lustig machen…“, waren Marys erste Gedanken.

Ganz unerwartet folgte die große Überraschung einige Zeit später am frühen Morgen. Eine kleine Notiz ohne Poststempel wartete aufgeregt darauf, aus dem Briefkasten geholt zu werden. Als Absender stand geschrieben „Von Moe“. Marys Herz tanzte vor Glück, der geheimnisvolle Unbekannte würde heute Nacht den kleinen Luke zum glücklichsten Kind von Virgina machen.

Brief aus dem Hundehimmel

Foto: Mary Architzel Westbrook: distinctionhr.com

Mary beschloss bis zum Abend zu warten, um das Ritual mit ihrem Sohn zu wahren. Schließlich war es seine Idee, dem verstorbenen Freund zu schreiben. Bis dahin versteckte sie Moes Brief in ihrem Schreibtisch. In dem Brief stand geschrieben:

„Ich bin im Hundehimmel. Ich spiele den ganzen Tag. Ich bin glücklich. Danke, dass du mein Freund bist. Ich wuff dich Luke.“

Diese Worte trafen Mary mitten ins Herz: „Moe wurde vor 13 Jahren Teil unseres Lebens, mit ihm wurde alles viel komplizierter und stinkender – aber auch wunderbar! Ich vermisse ihn noch immer jeden Tag!“

Mary fühlte sich durch diese unscheinbare Botschaft an das Gute in den Menschen erinnert. Die wahre Größe dieser kleine Geste wurde erst sichtbar als Luke Moes Brief zum ersten Mal in den Händen hielt.

TEILT diese schöne Geschichte, wenn ihr auch schon mal einen geliebten Freund gehen lassen musstet! Erzählt uns eure Geschichten, damit wir sie weitererzählen können!

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