Die Selbstmordbrücke der Hunde

4 Antworten Ein Beitrag von Meike

Es ist ein warmer Sommertag im Juli 2001, an dem Familie Thewlis mit ihrem Hund Charly einen ausgiebigen Spaziergang durch die wunderschöne schottische Landschaft unternimmt. Niemand von ihnen ahnt, welch tragisches Unglück sich in Kürze ereignen wird. Während sie einen langen, verwunschenen Pfad entlanggehen, sehen sie bereits eine mittelalterlich anmutende Steinbrücke.

11403146_1612204749039887_7335503000549749452_nDoch dann passiert es: plötzlich und scheinbar grundlos reißt sich der ansonsten so brave Charly los.
Selbst auf die lauten und verzweifelten Rufe seiner Familie hört er nicht mehr.
Ohne anzuhalten rast der Rüde auf die Brücke zu und springt über das hohe Geländer in die Tiefe.
Seiner Familie bleibt nichts anderes übrig als hilflos mit anzusehen, wie der geliebte Retriever auf den harten Felsen aufschlägt.Leider handelt es sich bei Charlys trauriger Geschichte keineswegs um einen Einzelfall.

Was hat es mit dieser Brücke auf sich?

Die Overtoun-Brücke im schottischen Dumbarton ist eines der größten Mysterien unserer Zeit.
Seit den 1960er Jahren sind mehr als fünfzig Hunde von dieser viktorianischen Steinbrücke ohne ersichtlichen Grund in den Tod gesprungen. Über sechshundert weitere Vierbeiner haben den fünfzehn Meter tiefen Fall auf die messerscharfen Felsen zwar überlebt, erlitten dabei aber schwere Verletzungen.

Aber was treibt die Hunde dazu, sich in die tödliche Tiefe zu stürzen?
Theorien darüber gibt es viele: einige Forscher glauben an eine Störung des Magnetfeldes, spirituelle Einheimische hingegen an böse Geister, die die Brücke heimsuchen. Okkultisten sind sich sicher, dass die Overtoun-Brücke eine Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits darstellt, durch die Hunde magisch angezogen werden.

Um den Phänomen auf den Grund zu gehen, beauftragte die schottische „Society for the Prevention of Cruelty to Animals“ (Königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren) den Tierarzt David Sexton und den Psychologen Dr. David Sands im Jahr 2005 damit, die Fälle zu untersuchen.
Diese fanden schnell heraus, dass sich vor allem Jagdhunde und Hunde mit einem guten Geruchssinn von der Brücke stürzen und dies besonders an schönen Sommertagen.

wikipedia  Lairich RigDer Grund dafür seien Nerze, die am Fuße der Brücke lebten.
Besonders bei schönem Wetter läge der starke Körpergeruch dieser kleinen Pelztiere in der Luft und wecke bei Hunden einen so starken Jagdtrieb, dass sie ohne nachzudenken in den Abgrund sprängen.
Diese Theorie ist sicher die einleuchtendste, doch auch sie kann nicht alle Umstände erklären.
Ansässige Jäger berichten nämlich, in der Gegend um die Brücke noch nie Nerze oder andere Mader gesehen zu haben.
Seltsam ist auch, dass alle Hunde immer nur über das rechte Brückengeländer in die Tiefe springen.
Um die Vierbeiner zu beschützen, warnte bis vor kurzem ein Schild davor, sie in der Nähe der Brücke frei laufen zu lassen. Dieses ist aber leider verschwunden, was in Zukunft noch vielen Fellnasen das Leben kosten wird.
Der einzige Weg seinen Hund in dieser Situation vor sich selbst zu schützen, ist eine reißsichere Leine.

Ihr habt auch schon von dieser Brücke gehört oder kennt sogar jemanden, dem soetwas passiert ist? Dann schickt uns die Geschichte!

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