Einreise-bestimmungen für Hunde in Frankreich

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Lust auf einen Urlaub in Frankreich mit dem Hund? Einfach rein ins Auto und los geht es? Falsch gedacht! Wer sich nicht über die allgemeinen Bestimmungen für die Einfuhr bzw. Einreise eines Hundes nach Frankreich informiert, kann das Leben des eigenen Vierbeiners gefährden. Denn meistens sind die in Deutschland veröffentlichten Bestimmungen für das Ausland unvollständig. Deswegen sollte man sich IMMER zusätzlich die Original-Gesetzestexte der Einreise – und eventuell Rassenbestimmungen besorgen und diese sorgfältig lesen.

Sommer, Sonne, Urlaub – Was man bei einem Besuch in Frankreich beachten sollte!

Für welche Hunde besteht ein erhöhtes Risiko?
Prinzipiell gilt, egal welche Rasse der Hund angehört, dass der Vierbeiner mindestens 3 Monate alt sein und einen EU-Heimtierpass besitzen muss. Hunde unter 3 Monaten dürfen nicht eingeführt werden. Des Weiteren müssen folgende Impfungen mindestens 30 Tage vor der Einreise erfolgt sein und dürfen nicht länger älter als ein Jahr zurückliegen:

  • Tollwut
  • Staupe
  • Hepatitis

Zusätzlich herrscht für Hunde der Kategorie 1 sowie 2 ein besonderes Risiko bei der Einfuhr.
Hunde der Kategorie 1, sogenannte „Kampfhunde“, dürfen ohne ein gültiges Zuchtbuch nicht einreisen. Außerdem müssen sie kastriert bzw. sterilisiert sein und dürfen sich weder in öffentliche Gebäude, Parks, Gärten, noch in öffentlichen Verkehrsmitteln aufhalten. Wer sich nicht an diese Regelungen hält oder den Hund illegal einführt geht die Gefahr ein, dass der geliebte Vierbeiner beschlagnahmt oder sogar getötet wird.

Für Hunde der Kategorie 2, bei denen es sich um Wach- und Schutzhunde handelt, muss ebenfalls zusätzlich zu dem EU-Heimtierpass ein gültiger Abstammungsnachweis (Zuchtbuch) geführt werden. Bei beiden Kategorien ist außerdem zu beachten, dass sie in Frankreich einem absoluten Maulkorb und Leinenzwang unterliegen und nur von Erwachsenen geführt werden dürfen. Eine Kennzeichnung des Tieres durch einen Microchip oder einen Tätowierung sowie eine Haftpflichtversicherung sind Pflicht.
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Wo lauern die Gefahren?

ACHTUNG: Hunde müssen nach französischem Gesetz eingeordnet werden. Die im Heimtierpass eingetragenen Rassenbezeichnungen werden in Frankreich nicht anerkannt! Das heißt für uns Tierbesitzern, dass wir für unsere Hunde einen zusätzlichen Nachweis der Rasse von einem Fachtierarzt benötigen, welcher dann von einem vereidigten Übersetzer übersetzt und beglaubigt werden muss. Doch selbst dieser Nachweis bietet keinen 100%igen Schutz!

Außerdem gilt in Frankreich, dass „Listenhunde“ (Kategorie 1 und 2) zu einem festen Wohnsitz zugeteilt und bei der entsprechenden Gemeinde angemeldet werden müssen. Als Tourist stellt diese Regelung ein gravierendes Problem dar. Selbst wenn man sich an alle anderen Regelungen hält, ist somit nicht gesichert, dass einem der geliebte Hund doch noch entzogen wird. Schließlich kann man seinen Hund nicht auf die Hoteladresse oder andere frankreich_einfuhrbestimmungenUrlaubsunterkünfte anmelden. Abhilfe könnten die Vorlagen deutscher Abstammungspapiere und Genehmigungen bieten. Diese müssen aber in Französisch übersetzt und von einem staatlich anerkannten Fachmann beglaubigt werden.

Was tun, wenn ich mir unsicher bin?
Ihr seid euch nun unsicher, ob euer Hund nach französischem Gesetz zu einer dieser Kategorien gehört und wollt wissen was ihr nun zu tun habt? Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man sich an die französische Botschaft wenden und sich nach den Einreisebestimmungen für Hunde in Frankreich erkundigen. Dort wird euch in jedem Fall weitergeholfen.

Wenn ihr euch trotzdem unsicher seid, ob euer Liebling in Frankreich gefährdet ist, gibt es immer noch alternative Möglichkeiten, wie zum Beispiel eine schöne Tierpension oder Freunde, die für die Zeit eures Aufenthaltes auf euren Vierbeiner aufpassen.

Berichtet uns doch mal von euren Erfahrungen in Frankreich, habt ihr weitere Tipps und Hinweise? Dann teilt sie mit uns!

Ich wünsche euch einen erholsamen und stressfreien Urlaub in Frankreich!

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